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23 Orangeade mit Schuss

Im ZDF läuft so ein Fan-Wettbewerb: Gesucht wird ein Spitzname für die deutsche Elf. Die Holländer heißen ja Elftal, die Südafrikaner „BananaBanana“ (oder so), die Brasilianer, Argentinier, Spanier und Portugiesen, die Uruguayer, Paraguayer und sonstige –ayer irgendetwas mit „Selecao“ (nur immer leicht anders geschrieben, und sogar die Schweizer nennen ihre Spieler „Nazi“, womit dieser Spitzname schon vergeben wäre… Ich hatte mich für die ausländische Bezeichnung „Panzer“ stark gemacht, konnte aber damit nicht durchdringen, meine weiteren Vorschläge „Elferrat“, „Stukas“, „Sturmabteilung“, „Sturmbann“ sowie „Knusperköpfe“ , „Wadenverhärtete“ und „Trockenschwimmer“ stießen aus mir unerklärlichen Gründen auch auf wenig Gegenliebe. Zumindest kann mir aber keiner nachsagen, ich hätte mich nicht bemüht.

Im deutschen Team herrscht ja derzeit etwas Unruhe, weil Lahm sich nicht so richtig von seiner Damenbinde trennen kann, die der Ballack gerne wiederhätte – warum auch immer. Ballack, der eigentlich ein wenig Fussi gucken und sich dabei die Waden massieren lassen wollte, ist daraufhin beleidigt nach Hause geflogen und hat angekündigt, seine eigene Nationalmannschaft gründen zu wollen, in der dann der Lahm nicht mitspielen darf. So. Den Posten eines Mannschaftsadmirals oder Flottenchefs, den man ihm zur Güte angeboten hat, hat er abgelehnt. Man darf aber nicht vergessen, dass die Mannschaft mit Ballack nicht so weit gekommen wäre und trotz Podolski so weit gekommen ist. Das sind für mich persönlich gewichtige Gründe, Schweinsteiger zum Kapitän zu machen, aber ich habe ja nichts zu sagen. Gottseidank.

Apropos Schweinsteiger: Eine südafrikanische Zeitung hat dem schweinigen Steiger beschweinigt, "Ein neuer 'Führer' mit der Arbeitseinstellung von Stefan Effenberg und der furchterregenden Aura von Adolf Hitler“ zu sein. Na, kein Wunder, dass die Polendolskis im Team zittern. Jetzt ist es raus: Klose und der Dings und der Bums haben Angst, von Schweini von hinten überfallen zu werden, wenn sie es vorne nicht bringen. Könnte man nicht Lahm zum Kapitän und Schweinsteiger zum Führer und ersten Mannschaftskanzler ernennen?

Jo, gestern also erstes Halbfinale, auf jeden Fall spielten ja die zweitbeste gegen die viertbeste Mannschaft des Turniers, egal, wie diese WM letztlich ausläuft.
Der vor 2000 Jahren ja zweimalige Weltmeister Uruguay gegen die vor 1000 Jahren ja Vizeweltmeister gewesenen Niederlande. Ein Spiel, das Spannung versprach und bis zu den letzten fünf Minuten nicht hielt.
Eigentlich ging es ja ganz fix: bereits nach 18 Minuten uruguayanischem „den Ball ins Aus treten“ macht irgendein Van Dingenskirchen aus 25 Meter einen Passfehler und der Ball knallt in den Winkel des südamerikanischen Tores, der südamerikanische Torwart sieht südamerikanisch hinterher, wie seine Mannschaft 1:0 in Rückstand geht, was nicht schon ist. Für ihn. Die Orangenen jubeln, die Hellblauen schütteln verblüfft die Köpfe.

Die Uruguayer geben sich in der Folgezeit sehr viel Mühe und donnern noch viel mehr Bälle in´s Seitenaus als während der kompletten WM. Sie können halt nichts anderes, ungelernt ist eben ungelernt. Und immer wieder scheuchen holländische Vorstöße die wackeren Lateinamerikaner durcheinander, sodass dort dann doch sehr schnell eine schöne Konfusion herrscht, die ebenfalls nicht spielfördernd ist und sogar gelegentlich zufällig und nicht nur absichtlich den armen Jambolani (so heißt der Ball, nicht der Trainer) vom Spielfeld kullern lässt.

Doch plätschert´s nicht, so tröpfelt´s doch. In der 41.sten Minute will Forlan einen Ball ins gegnerische Tor-Aus zimmern, trifft aber zur Überraschung aller den holländischen Kasten und der ganze Latino-Kontinent brüllt Gooooool und es steht 1:1 Unentschieden.

Dafür fangen die Feldspieler umso entschiedener an, miteinander Knäuel zu bilden, wo es dann auch schon einmal gerne lauter und wie auf dem Schulhof geschubst wird.

In der zweiten Hälfte spielen beide Mannschaften eine Art „Prostata – Fußball“. Man würde gerne, aber es läuft nicht. Weder hüben noch drüben und man muss schon Holländer sein, um dem stumpfen Herumgekicke Freude abzugewinnen. Ich gehe Blumengießen, etwas Schlaf tanken, aufs Klo und an den Kühlschrank. Was will man sonst machen?

Das Gezappel geht bis zur 70sten Minute, man vergnügt sich auf dem Rasen mit Einwürfen, auf den Rängen wird das übliche Vuvuzelagebrummel von den Schnarchgeräuschen unschuldiger und unbeteiligter Zuschauer weggedrückt. Dann bekommt ein gewisser Sneijder den Ball, der wohl in einer einsamen Entscheidung beschlossen hat, nur 90 Minuten laufen zu wollen und macht den Uruguayern das 2:1.

Das ist natürlich wie ein Weckruf. Und während sich die Uruguayer noch verschlafen die Augen reiben, bewahrt eine orangene Robben einen kühlen Kopf und nutzt diesen zum 3:1, nur 3 Minuten später.

Das könnte es gewesen sein, das 2.200ste Tor der WM-Geschichte (wer zählt eigentlich so einen Scheiß?) brächte Holland ins Finale, wenn die Uruguayos jetzt klein beigeben. Wollen die aber nicht, weil sie die leicht entflammbaren Charaktere ihrer Landsleute kennen. Und so bemühen sich unsere Exexexexexex-Weltmeister, vor dem holländischen Tor immer wieder einen Knäuel zu bilden, um da irgendwie den Ball doch noch einmal in den gegnerischen Kasten zu mauscheln. Das funktioniert auch tatsächlich in der 90sten Minute und wären die Holländer schon in der Kabine gewesen, dann hätte Uruguay in der allerallerallerallerletzten Nachspielzeit bestimmt noch einmal irgendwie den Ausgleich gemacht. Haben Sie aber nicht.

Deswegen ist Holland plötzlich wenigstens Vizeweltmeister und bricht damit die Regel, dass europäische Mannschaften nur in Europa Weltmeister werden können. In Amsterdam fällt die Tränenüberflutung der Innenstadt aus, in Montevideo setzt sich der gemeine Südamerikaner auf den Boden und weint. Aber nur etwas. Vierter sind sie ja in jedem Fall, was mehr ist, als Italien und Frankreich zusammen im Turnier gewuppt haben.

Heute also dann gegen Spanien. Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: „sind Kraken Orakel oder Nahrungsmittel?
7.7.10 18:58
 
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