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21 Buenas noches

Toooor! Toooor! Toooor! Von allen sinnlosen Geschenken habe ich heute das sinnloseste Geschenk bekommen. Ein waschechtes Fußballtor. Weil mein Ältester heute beim Torwandschießen im Baumarkt treffsicherer als Podolski war und somit seine Visitenkarte als Stürmer in der WM 2018 abgegeben hat. Ich hätte ja lieber eine Tischtennisplatte gehabt, aber die gab es nicht. So steht also jetzt ein demontierter Torrahmen beim Sperrmüll und ich habe auf dem Balkon eine Spitzen-Hängematte, denn man muss sich nur zu helfen wissen und aus der Situation das Beste machen.

Tja. Gestern schon wurde ja der HERR bei Fußballmannschaften bemüht, er möge ihnen doch, bittedanke, den Sieg schenken. Am heutigen Tag hatte ich das Gefühl, der HERR erlaubt sich mit den Kickern und deren Nationen typisch göttlich-grausame Scherze. Aber nicht nur mit denen. So setzt man im ZDF immer noch stur auf KMH und Olli, den Dicken, der früher mal ein gar nicht mal so schlechter Torwart war. Die Moderation geht ungefähr so, dass KMH sagt, „Olli, was geht in einem Spieler so vor, wenn er einen Elfer versemmelt“ und Olli dann pflichtbewusst sagt „der ärgert sich dann“, worauf KMH dann solche Sachen wie „Also ungefähr wie Hitler nach der Kapitulation Stalingrads“ entgegnen muss. Das sind Glanzlichter der Moderation, das können sogar meine Kinder vor dem Fernseher besser, wenn mein Kleinster das kurz und prägnant mit dem Satz „Was für ein Depp“ auf den Punkt bringt. Besser geht das nur noch bei RTL, wenn der Kommentator trocken feststellt: „eine Mannschaft kommt heute weiter, denn es kann hier nur einen Sieger geben.“ Das hätte auch von Heidi, der Mode-Muschi aus Bergisch-Gladbach kommen können.

Nichtsdestotrotz: Diego, der eigentlich bereits Kraft seines Namens den besten Draht zum HERRN haben müsste, trat heute mit seinen Jüngern gegen Jogis multikulturelle Lausbubentruppe an und es durfte nicht mehr und nicht weniger erwartet werden, als das Argentinien mit Deutschland mal wieder ins Elfer-Schießen geht, aber der deutsche Antrag, doch die ersten 120 Minuten wegzulassen und gleich ins Elfer-Duell zu gehen, wurde von den Argentiniern lächelnd abgewiesen. Man wollte das lieber in der regulären Spielzeit klarmachen.

Ich schrieb einst, dass es Spiele gibt, die den Namen „legendär“ tragen werden. Wir sahen heute gleich zwei davon. Aber der Reihe nach:

Irgendjemand hat gesagt, dass man vor einer Mannschaft, die es sich leisten kann, einen Aguero und einen Mellito auf die Bank zu setzen, allerhöchsten Respekt haben muss. Nun, in Deutschland hat man eine Mannschaft, die es sich leisten kann, sogar einen Podolski und einen Dingens, einen Khedira, spielen zu lassen. Das muss ja auch erst einmal jemand nachmachen. Maradona jedenfalls hat seine Drohung, er würde „für die Mannschaft töten“ nicht wahr gemacht. Er hatte Angst, Podolski zu erwischen und so Deutschland einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

In jedem Fall lauschen die Argentinier noch ihrer verhallenden Nationalhymne, die mit den charmanten Sätzen „Mögen wir von Ruhm gekrönt leben, oder wir schwören ruhmreich zu sterben!“ endet, nach, da zappelt der Ball auch schon nach dem zweitschnellsten Tor einer WM im argentinischen Netz. Das nennt man im Fachjargon „Führung“

Das hatte Diego Primaradonna aber anders geplant und die Argentinier sind auch etwas verblüfft. Irgendwie hat man bei den Herren vom südamerikanischen Kontinent nämlich keine Übungm einem Rückstand hinterherzurennen und es sieht ärgerlicherweise auch nicht so aus, als wollten Jogis junge Lauser den Vorsprung nicht nur verwalten, sondern ausbauen.

In der 36sten kassiert dann auch Müller, der Torschütze, eine Gelbe, um diese Gefahr für die Nachfolgegegner auszuschalten, was im Rahmen der bisherigen Schiedsrichterleistungen durchaus als „stringente Fortsetzung“ zu bezeichnen ist.

Kurz darauf: Tor für Argentinien und Diego, „the human Gummiflummi“ will schon zu einer Orgie ansetzen, als er bemerkt, dass der Linienrichter die Fahne oben hatte. Das ist jetzt Pech,

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Die Argentinier mühen sich und sind fleißig, Problem dabei: die Deutschen sind es auch. Bis zur 68sten stehen die Chancen ganz gut, dass Diego „the hand of god“ tatsächlich noch zu seinem täglichen Fussballsex kommt, da spielt Müller zur Abwechslung mal im Liegen zu Podolski, der verkackt prompt seinen geplanten Torschuss, aber Klose kommt versehentlich doch noch an den Ball und plötzlich steht es 2:0 für die in schwarz gekleideten Jogibären. Im Fußballjargon nennt man das zu diesem Zeitpunkt „aller klarmachen“.

Das könnte also ein klein wenig eng wären, außer, wenn die Gegner Türken sind, Maradona betet imbrünstiger als die Maradona vorm Kreuz, aber Jesus hört ihn wegen des Vuvuzelagebrumms irgendwie nicht und Bastian Schweinsteiger, den heute niemand mehr Schweini nennt, lässt heute lächelnd sogar Arne Friedrich sein Tor zum 3:0 machen und nicht einmal der Kölner Lukas kann das verhindern. Das nennt man in der Fachsprache „Klatsche“.

Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, Gomez einzuwechseln, aber Löw hat ja schon Kroos, Trochowski und Jansen auf dem Platz, um Argentinien zu demütigen und man muss es ja nicht übertreiben. Klose weiß das mit dem „Übertreiben“ aber nicht und macht in der 88sten Minute auch noch das 4:0. Im Fußballjargon ist das jetzt „ein Massaker“. Das würde nicht einmal einer türkischen Mannschaft zum Aufholen reichen und so enden die Karrieren von Messi, Higuain und Maradona nicht nur mit einer Niederlage, sondern mit einer echten Schmach und Demütigung, gegen die die englische Niederlage 4:1 Katastrophe wie eine Verkettung unglücklicher Umstände aussieht. Und da ist es völlig egal, dass ich gestern de Michelis in die brasilianische Mannschaft gesteckt habe, denn er fährt so oder so heim. Mit dem Rest der eigentlich doch gar nicht so schlechten Blau-Weißen Selecao, bei der sich der Träner, den man heute ruhig so schreiben darf, mindestens ebenso heftig bewegt hat wie seine Spieler, die jetzt sehr viel weinen.

In jedem Fall gehören Jogis Jungens jetzt zu den 4 besten Mannschaften der Welt und machen in jedem Fall noch 2 Spiele, die Argentinier sind ja immerhin noch unter den letzten 8, was so schlecht auch nicht ist und worüber sich beispielsweise Italiener und Franzosen sehr freuen würden. Und an dieses Spiel wird man sich noch in 50 Jahren als „historisch“ erinnern.

Aber gegen wen wird es gehen? Das wird zwischen Paraguay und Spanien ausgeschnapst.

Auf dem Papier ist das eine klare Sache. Die Spanier klatschen die Mittelamerikaner mit 5:0 lächelnd vom Platz und haben dabei nicht einmal Schweißperlen auf der Stirn.

In der Praxis wollen die Spanier zwar Fußball spielen, aber die Paraguayos nicht und betätigen sich sehr destruktiv gegenüber der spanischen Fußballkunst und gehen damit nach spätestens 15 Minuten den Iberern mehr auf den Sack als deutsche Touristen in Palma und dementsprechend entnervt fangen sich die Espanolos plötzlich sogar Konter ein und verlieren ihre Linie.

Dann machen die Paraguayos ihr Tor, aber weil nicht sein darf, was nicht sein kann, übergehen dies die Schiedsrichter und entscheiden sich lieber für Abseits.

Nach der Pause ein ähnliches Bild. In Villa Riba wird feste gestürmt, in Villa Bacho herumgenervt und es sieht so aus, als würde das ganze Gekicke in die Verlängerung und dann mal wieder ins Elferschießen gehen. Die Mannschaften jedenfalls scheinen das zu wollen, haben dabei aber einen anderen Zeitplan als die Fifa, ein Spanier versucht, einem Mittelamerikaner den Arm zu brechen und vergisst, dass er sich im eigenen Strafraum befindet. Das gibt natürlich einen Elfer. Für Paraguay. Und der HERR, in seinem unendlichen Sinn für Humor, hext Podolski auf den armen Paraguayo, der zwar das Tor, aber auch den darin befindlichen spanischen Torwart trifft.

Und während noch die Entsetzenschreie durch ganz Mittelamerika halten, kriegen die Spanier auch ihren Elfer auf der anderen Seite vom Feld. Xabi Alonso tritt an und trifft tatsächlich. Aber leider sind seine Kumpels zu früh in den Strafraum gehalten und der Schuss muss wiederholt werden.

Und jetzt, der HERR hält sich den Bauch vor Lachen, hat auch Alonso Podolski und schiesst auch den Torwart ab, aber die Spieler waren wieder zu früh im Strafraum und der portugiesische Torwart zieht nach dem Abpraller gleich wieder einen Spanier von den Beinen und eigentlich müsste es jetzt sogar zwei Elfer für Spanien geben, aber das Schiedsrichtergespann hat das pfiffige Spiel der beiden spanischsprachigen Gauner durchschaut und tut so, als hätte es nichts gesehen.

Seufzend also stellen sich die beiden Mannschaften darauf ein, dass sich das alles noch etwas zieht. Und bis zur 83sten ist so ein wenig die Luft raus, als sich der HERR eine neue Wembley-Variante ausdenkt. Villa trifft den rechten Pfosten, der Ball springt dann zum linken Pfosten und kullert dann zur Überraschung aller Herumstehenden über die Torlinie.

Das war es dann auch, denn Paraguayer sind keine Türken und können kein Tor aufholen und so endet ein in der Schlussphase sehr sehr witziges Spiel mit dem Einzug Spaniens, was für die Urlauber auf Mallorca in der nächsten Woche sehr unangenehme Folgen haben dürfte. Wenn der Europameister auf den Vize-Europameister trifft. Die Paraguayer, die sich so tapfer gewehrt haben, dürfen die gleiche Maschine wie die Argentinier nehmen und Messi und Co auf dem Heimflug ein wenig trösten.

Deutschland versinkt in einem Fahnenmeer und Strömen von Alkohol und nicht einmal Günther Jauch und der Klopper bekommen das Spiel kaputt gequatscht und sollte Deutschland auch noch gegen Spanien gewinnen und dann auch noch gegen die Niederlande, dann hätte die Mannschaft das schwierigste Pensum gehabt, das je eine deutsche Mannschaft hatte. Aber vielleicht wird ja auch um Platz drei gegen Uruguay gespielt, was ich ziemlich scheiße fände.

Ja, Müller wird fehlen – aber dafür läuft dann ja Trochowski oder ein anderer No-Name auf. Da kann dann doch wirklich nichts mehr schief gehen – oder? Die Krake hat immer noch eine Trefferquote von 100%.
4.7.10 00:33
 
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