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Heute kommt meine Lieblingsfrau vom Tanken und was hat sie dabei? Rischtiiiisch: eine Vuvuzela. Die gab es nämlich kostenlos, wenn man mehr als 5 Liter tankt. Selbstverständlich habe ich sie ihr abgenommen. Bei mir zu Hause trötet nur einer – und das bin ich! Ich kann das Teil aber trotzdem gut verwenden: man kann nämlich prima dieses Höllenteil umdrehen und hat so einen klasse Trichter, um Benzin in den Rasenmäher zu füllen. Was ich auch getan habe. Damit niemand auf den irren Gedanken kommt, hinter meinem Rücken zu möpen.

Heute spielt Deutschland. Hoffentlich. Die Autos der Unterschicht dahren nicht mit einer, nicht mit zwei, nein, der Trend geht hin zu 4 Fahnen am Corsa. Es sieht aus, als wären überall kleine Segelschiffchen auf der Autobahn unterwegs. Nicht schön. Immerhin erkennt man jetzt die Mischehen in Deutschland, denn da hängen dann beispielsweise links die deutschen und rechts die „sonstige Teilnehmer“-Fähnchen.

Drei Spiele stehen auf dem Programm. Im ersten Spiel werden Algerien und Slowenien, die Fußballgiganten aus der fußballerischen Ödnis ihrer jeweiligen Kontinente gegeneinander antreten.

Drücken wir es mal so aus: bei manchen Mannschaften fragt man sich, wie die es geschafft haben, zu einer WM zu kommen – bei den beiden spielverleugnenden Zeitdieben frage ich mich, wie man sie wieder entfernen kann. Was die beiden Kasperteams da abliefern, nennt man in der Fußballfachsprache wohl „auf Konter lauern“ – ich würde es als sinnbefreites Umeinanderkreisen im Mittelfeld bezeichnen. Die 22 Kappen da unterhalten sich damit, wahlweise den Gegner mit Fehlpässen zu bedienen oder den Ball ins Aus zu dreschen. Nach der Halbzeit werden sogar die Teufelstrompeten leiser, weil die Zuschauer reihenweise einnicken. Die Spieler auch. Nachdem jedenfalls trotz Wechsel mit den Füßen nichts erreicht wird, probiert es der Algerier Ghezzal zur Abwechslung mal mit der Hand und fliegt folgerichtig vom Platz, weil auch der Schiri keinen Bock mehr auf diese offensichtliche Arbeitsverweigerung hat. Der Witz dabei: keinem fällt das größer auf. Nach 79 Minuten nimmt sich der Slowene Koren endlich mal ein Herz und stolpert von 20 Metern einen Ball auf den schläfrigen algerischen Keeper, der, in Unkenntnis seiner Aufgabe, den Ball passieren lässt. Das war es dann auch schon und diese Mitternachtsmesse endet mit einem unverdienten Sieg der gleich schlechten Mannschaft.

Apropos Ex-Jugoslawien: auch das zweite Spiel beginnt unter dem Motto „hoffnungsvolle Afrikaner gegen hoffnungslose Ex-Teilrepubliken“. Ghana, „die Schwarzen Sterne“, gegen Serbien, „die Thronfolgerattentäter“. Eigentlich könnte ich den obigen Absatz bezüglich des Spiels Wort für Wort abschreiben, aber Quark wird auch dadurch nicht besser, dass man ihn breit tritt. „Lang und breit treten“ könnte auch das Motto dieses Grottenkicks gewesen sein. Einziger Unterschied zu der obigen Schlaftablette: diesmal ist es ein Europäer, der sich im Handball versucht. Leider ist er dumm genug, dies im eigenen Strafraum zu probieren. So etwas bleibt nicht ungerächt aber nicht ungerecht, die Ghanaer kriegen den fälligen Strafstoß und führen 1:0. Bemerkenswert bleibt an diesem Spiel eigentlich nur, dass die Serben nicht Kevin „Prince“ Boateng für uns zusammengetreten haben. Wenn man nicht alles selbst macht…

Schlussendlich ist die Mannschaft heute dran, die die BILD grundsätzlich „wir“ und „unsere Jungs“ nennen würde, wenn die BILD eine australische Zeitung wäre. So aber spielt Australien heute gegen „uns“. Aus der letzten WM sind die Australier eigentlich als eine Mannschaft bekannt, die ein Gegentor braucht, um 2:1 zu gewinnen und nur ein ungerechter Elfer hat dafür gesorgt, dass sie heimfahren mussten. Die Erwartungen sind also hoch – an die Australier.

Dummerweise treten die Socceros mit genau den gleichen Leuten wie vor 4 Jahren an. Die sind immer noch gut – aber eben 4 Jahre älter. Aber immerhin: die „Seniors“, wie sie im Volksmund nicht genannt werden, legen los wie die sydneysche Feuerwehr und haben nach 4 Minuten ihre erste Chance. Und ihre letzte. Deutschland ist Neuer. Sowohl, was die Spieler, als auch den Torwart betrifft. Anscheinend lässt es sich ohne Ballack besser spielen, denn nach lediglich 8 Minuten trifft Podolski mehr versehentlich nach einer unbeabsichtigten Flanke von Müller zum 1:0. Nur ein paar Minuten später – die Australier haben sich mit ihrem üblichen Rückstand eigentlich abgefunden – kommt Lahm aus irgendeiner unvermuteten Ecke und trifft den Kopf von Kopfballgott Miro Klose und der klatscht das 2:0 ein. Bis zur Pause müssen sich die Aussies dann noch ein wenig verarschen lassen und dürfen dann in die Kabine. Nach der Pause rächt sich der Australier Neill an Klose und rammt ihm das Knie in den Rücken und kriegt gelb dafür, während Klose fast weinen muss vor Glück. Endlich versucht ihn ein Spieler wieder zu stoppen. Einige Zeit später macht Cahill das Gleiche mit Schweinsteiger und fliegt vom Platz und tschüss.

Nach 68 Minuten schließlich darf auch Müller sein Tor schießen, weil es heute jeder mal probieren darf und oft genug probieren es „unsere Jungs“ ja.

Und 3:0 ist ja auch ein schönes Polster und so kann sich Löw den ein- oder anderen Witz erlauben. Voller Verachtung für den Gegner wechselt er Klose aus und Cacau ein, um der Mannschaft ein multikulturelles Kolorit zu verpassen und der haut beim zweiten Ballkontakt den konsternierten und demotivierten Australiern das 4:0 um die Ohren.
Jetzt kann nichts mehr schief gehen und Löw geht sogar so weit, dass er den überragenden Özil gegen den einzigen Mann austauscht, der auf Drittliganiveau abfällt, wenn er ein Nationaltrikot auch nur sieht: Mario „Chancentod“ Gomez. Und auch hier wird Löw nicht enttäuscht, denn wo sogar ein Müller trifft – Gomez trifft garnix.

Als nach vergnüglichen 90 Minuten jenes erste echte Fußballspiel dieser WM endet, ist Deutschland plötzlich Titelaspirant aber „jetzt konschentriered mir uns erscht einmal auf Serbien mit högschter Konschendradzion“. Aber immerhin: Ein Ausrufezeichen ist gesetzt.

In Deutschland gibt es Corsa-Korsos und Bierduschen. In Italien wird schon überlegt, unter welchem Vorwand man Özil von der Fifa sperren lassen könnte.
14.6.10 16:36
 
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