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Webnews







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Meine Schwiegereltern kamen heute überraschend zu Besuch, hurra. Und was haben Sie dabei? Rischtiiisch: eine Vuvuzela für den Jüngsten. Ein wunderschönes Geschenk, denn sie können mich nicht leiden, weil ich keine Deutschlandflagge am Auto habe, ich Unpatriot. Hätten sie ihm einen Presslufthammer geschenkt, sie hätten ihm und mir keine größere Freude machen können.Er hat sich auch gleich gerächt und ist mit dem Ding blasend um sie herumgerannt. Sie gingen dann folgerichtig ziemlich schnell, ich hab dem Zwerg die Tröte abgenommen, bevor ich sie ihm um den Hals wickle, umgedreht und eine Kerze reingesteckt (der Tröte, nicht dem Filius). So haben wir jetzt einen wunderschönen schwarz-rot-goldenen Kerzenhalter, bevor es um 13:30 mit dem ersten Knallerspiel losging:

Republik Korea (das sind die guten Koreaner) gegen Griechenland (das sind die bösen Europäer). Bei diesen Arten von Paarungen von Kanonenfuttermannschaften ist es ja so, dass man sich als Zuschauer das einigermassen angeekelt betrachtet, denn es will ja keiner einen Fehler machen. Die Griechen machen ihn dann doch, weil sie nicht so richtig wissen, wie Fußballspielen geht – gut, wen Gott strafen will, dem gibt er eben Otto „Libero“ Rehagel als Trainer. Folgerichtig machen die Südkoreaner, die alle Lee, Kim oder Park heißen, erst das erste Tor, dann das zweite Tor. Zwischendrin traben orientierungslose Griechen über den Platz und blamieren so sämtliche Mannschaften, die gegen sie jemals in einer EM verloren haben. Otto sitzt daneben und bohrt in der Nase, was noch das Spannendste ist, was die Griechen zu bieten haben. Nach 90 Minuten, die ich nicht voll gesehen habe, weil ich zwischendurch eingenickt bin (wie der Rest der Familie auch), ist der Krampf vorüber und Süd-Korea ist überraschend Gruppenführer der Gruppe B.

Dann das Hammerspiel Argentinien gegen den geheimen Geheimfavoriten Nigeria. Erwartet habe ich ja, dass die Argentinier, für die ihr Trainer Diego „Moppel“ Maradonna laut Eigenaussage sogar töten würde, die Nigerianer mit so ca. 24:0 vom Platz hauen, aber weit gefehlt: die Südamerikaner spielen 4 Minuten frisch auf, machen dann ihr Tor und tun dann so, als ginge sie das Ganze nichts mehr an. Tut es irgendwie auch nicht, denn den Nigerianern fehlen schlicht die spielerischen Mittel, um gegen die kompakt stehenden Faulenzer und Ökonomen aus der Pampa einen Stich zu machen. Selbst der Kameraführung wird es mit der Zeit langweilig und sie zeigen Diego Maradonna, der wie Mussolini am Balkon in seiner Trainerzone auf und ab hüpft, gestikuliert und sich aufregt, gelegentlich unterbrochen von Bildern, wie irgendein Argentinier auf den Boden spuckt. Nach 90 Minuten fallen die Nigerianer völlig platt vom Platz, während die Argentinier kichernd in den Katakomben verschwinden.

Und schließlich, das letzte Oberhammerspiel des Tages: die beste Mannschaft des Universums, England, gegen die fußballerische Kolonie USA, just like in old times.
Die Engländer haben Superstars wie Rooney und Gerard und machen das 1:0 ziemlich fix nach 4 Minuten, während die Amerikaner noch dabei sind, ihre Hosen nach oben zu ziehen. Leider haben die Engländer auch Pfeifen wie Green, der genau diese Farbe auch hinter den Ohren hat und jener lässt einen Kullerer, den der Amerikaner Dempsey mehr so zum Spass auf das Tor „geschossen“ hat, als Rache dafür, dass er von der eigenen Mannschaft gemobbt wird, ins Tor rollen und die Amerikaner haben ausgeglichen. Großer Jubel bei den Kolonisten, ein schlecht gelaunter Capello bei den Engländern und ein sehrsehr zorniger Rooney auf dem Platz, der im ganzen Spiel nur 2-3 Pässe, die diesen Namen auch verdienen, bekommen hat. Die Engländer versuchen es noch mit ein paar halbherzigen Angriffen, die der an diesem Tag wohl weltbeste amerikanische Torwart Howard locker hält, der Schlusspfiff sorgt für Jubel bei der Mannschaft aus Übersee und für enormen Frust bei der tollsten Mannschaft des ganzen Turniers. They are not amused.

Unterm Strich bleibt ein durchwachsener WM-Tag mit den nahezu blamablen Vorstellungen zweier Top-Mannschaften und einer Kerzenhaltervuvuzela. Und einem kaputten Fernseher, weil ich meine Colaflasche in den Bildschirm geschmissen habe, als Waldemar „Wurstfinger“ Hartmann im Anschluss an das England-Spiel die unlustigste Sendung des Universums präsentierte. Aus dem deutschen Hauptgefechtsstand wird verlautet, das Löw seinen Masterplan stehen hat und Trochowski wohl gegen seinen Willen (und den der restlichen Mannschaft) spielen wird. Au backe.
13.6.10 13:41
 
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